Posts Tagged “Ubuntu”

Bei Ubuntu 11.10 mit Gnome3 ist es nicht mehr so einfach eigene Anwendungsstarter zu erstellen und diese in die Favoritenleiste zu kriegen. Dieser Blogeintrag beschreibt, wie es möglich ist.

Hierzu öffnet man eine Konsole und wechselt in das Verzeichnis ~/.local/share/applications und erstellt dort eine Datei xyz.desktop, die dann ohne Dateiendung in der Liste der Anwendungen auftaucht. Ich werde dies anhand einer VM von Virtualbox verdeutlichen.

cd ~/.local/share/applications
vi vm.desktop

Die Datei sieht dann wie folgt aus:

[Desktop Entry]
Encoding=UTF-8
Version=1.0
Name=bbi-vm
Comment=Starts the VirtualBox machine bbi-vm
Type=Application
Exec=/usr/lib/virtualbox/VirtualBox --comment "bbi-vm" --startvm \
"76b28a81-f5a6-4770-828e-af2bb36e4cbf"
Icon=virtualbox-vbox.png

Ich denke die einzelnen Zeilen in der Datei sind selbsterklärend, entscheidend ist die Zeile Exec, in der die zu startende Anwendung mit ihren Parametern definiert wird. Die Verknüpfung lässt sich dann wie gewohnt aus der Anwendungsliste in die Favoritenleiste ziehen.

Ein weiteres Beispiel für einen Starter des Spieles Minecraft:

[Desktop Entry]
Encoding=UTF-8
Version=1.0
Name=minecraft
Comment=Starts minecraft
Type=Application
Exec=java -Xmx1024M -Xms512M -cp \
/home/cartmen/Programme/minecraft/minecraft.jar net.minecraft.LauncherFrame
Icon=/home/cartmen/Programme/minecraft/icon.png

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Erste Schritte

Zur Erstellung dieser Konfiguration startet man den Assistenten “Create Volume” und wählt dann “Create a volume within a partition/drive”, dann im nächsten Schritt “Standard TrueCrypt volume”, wählt dann die Festplatte oder leere Partition. Im folgenden Fenster, in dem Anfängern geraten wird keine komplette Festplatte zur verwenden, wählen wir “Ja”. Im Fenster “Encryption Options” kann jeder das passende auswählen. Wer nicht genauer nachlesen möchte kann hier die Standardeinstellung beibehalten. Im nächsten Fenster trägt man dann das Passwort zweimal ein und geht auf Weiter. Dann kommt das Fenster “Large Files” und hier wählt man, dass man Dateien mit mehr als 4GB verwenden möchte.

Formatieren

Jetzt kommt das Fenster, in dem man das Dateisystem auswählen soll. Leider gibt es unter Linux nur Ext Dateisystem zur Auswahl. Da ich die Platte auch unter Windows verwenden möchte, wähle ich hier “None” und gehe auf Weiter. Dann kommt der letzte Schritt, bei dem man die Maus möglichst zufällig bewegen soll. Nachdem man dies für einige Zeit gemacht hat klickt man auf “Format” und wartete einige Zeit, bis der Vorgang abgeschlossen ist.

Dateisystem anlegen

Einbinden

Da die erstellte Partition noch kein Dateisystem hat funktioniert das übliche Einbinden mit Truecrypt nicht, sondern man muss dies mit der Konsole machen.

truecrypt --filesystem=none /dev/sdc

Darauf erscheint ein Fenster, in dem man das Passwort eingeben muss. Danach kann man das Dateisystem erstellen.

NTFS Dateisystem erstellen

Zur Erstellung eines NTFS Dateisystems reicht folgender Befehl aus:

sudo mkfs.ntfs --quick /dev/mapper/truecrypt1

Damit ist die Erstellung der Truecrypt Partition abgeschlossen und das Dateisystem erstellt und man kann sie unter Linux und Windows verwenden.

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Um auf einfache Weise mehrere kleine MP3 Dateien zu einer zusammenzufügen benötigt man unter Linux keine zusätzliche Software, sondern nur den Befehl cat.

Um alle MP3 Dateien in einem Ordner zusammenzufügen öffnet man ein Terminal und wechselt in den entsprechenden Ordner. Danach führt man den folgenden Befehl aus:

cat *.mp3 > zusammengefuegt.mp3

Wichtig ist, dass man bei der Bezeichnung der ursprünglichen Dateien aufpasst, da sonst durch die Sortierung Fehler in der zusammengeschnittenen Datei entstehen. Beispielsweise sollte vermieden werden, dass eine Datei file1.mp3 und eine andere file10.mp3 heißt. Besser wäre file01.mp3 und file10.mp3.

Hat man viele Ordner, in denen wiederrum viele MP3 Dateien sind, so lassen sich auch diese zusammenfassen.

for i in cd*; do cat $i/*mp3 > TitelXY_$i.mp3; done

Dieser Befehl liest alle Ordner, die mit cd anfangen und fügt die darin enthalten MP3 Dateien zu einer zusammen, die dann TitelXY_cdnummer.mp3 benannt wird. Somit erhält man für jede CD eine Datei.

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Nach einem Upgrade auf die Version 10.04 (lucid) von Ubuntu fiel beim Erstellen eines LaTeX Dokumentes auf, dass das Paket floatflt in dieser Version von Ubuntu nicht mehr vorhanden ist. Sehr ärgerlich, wer dieses Paket benutzen will.

Abhilfe schafft ein nachträgliches installieren über cpan. Dazu müssen ein Terminal geöffnet, root Rechte erlangt und dann folgende Befehle ausgeführt werden.

mkdir -p /usr/share/texmf-texlive/tex/latex/floatflt
cd /usr/share/texmf-texlive/tex/latex/floatflt
rm -r /usr/share/texmf-texlive/tex/latex/floatflt/*
wget http://mirror.ctan.org/macros/latex/contrib/floatflt/floatflt.ins
wget http://mirror.ctan.org/macros/latex/contrib/floatflt/floatflt.dtx
latex floatflt.ins
texhash /usr/share/texmf-texlive

Nach Ausführen dieser Befehle kann man floatflt wieder verwenden.

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Da vom Villain ROM häufig neue Versionen erscheinen, die Android 2.1 benutzen ist der Updatevorgang dort etwas einfacher. Wenn man bereits ein Villain ROM ab Version 5.x auf dem Handy installiert hat benötigt man vor dem Installieren keinen Wipe, also das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen, mehr. Man kann also das ROM aus dem Internet herunterladen, auf die SD Karte kopieren und den Updatevorgang durchführen. Sollte man die neuen Live-Wallpaper verwenden wollen, so sollte man danach noch den Fix dafür installieren.

  1. Download des passenden ROMs: Villain ROM
  2. Kopieren auf SD Karte und dabei umbenennen: cp VillainROM5.4.zip sd-karte/update.zip
  3. Handy herunterfahren und im Wiederherstellungsmodus starten (Home Taste drücken und gedrückt lassen und dann Start Knopf drücken, dabei die Home Taste weiter gedrückt lassen)
  4. Nandroid Backup durchführen
  5. update.zip einspielen
  6. Handy neu starten
  7. Download des Live-Wallpaper-Fixes: Hotfix
  8. Kopieren auf SD Karte und dabei umbenennen: cp VillainLWRosiefix.zip sd-karte/update.zip
  9. Handy herunterfahren und im Wiederherstellungsmodus starten (Home Taste drücken und gedrückt lassen und dann Start Knopf drücken, dabei die Home Taste weiter gedrückt lassen)
  10. Nandroid Backup durchführen
  11. update.zip einspielen
  12. Handy neu starten
  13. Nachdem das Handy fertig gebootet ist noch einmal neustarten, damit man die Live-Wallpaper nutzen kann

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Achtung: Diese Anleitung ist inzwischen veraltet, da sowohl das Android-Standard-Mail-Programm, als auch K9 selbst signierte Zertifikate zulassen. Sollte es wider Erwarten nicht von Haus aus funktionieren, dann wird diese Anleitung wahrscheinlich Abhilfe schaffen.
 

Auf Android Handys ist der E-Mail nicht ganz so einfach, da selbstsignierte Server-Zertifikate nicht gestattet sind. Sowohl im hauseigenen Mail-Programm, als auch in K9-Mail erhält man eine Fehlermeldung, dass dem Zertifikat des Servers nicht vertraut wird und somit ist kein Empfang von E-Mails eines eigenen Mail-Servers möglich.

Die Fehlermeldung sollte so, oder so ähnlich aussehen:

E/CertificateChainValidator( 5284): java.security.cert.CertificateException:
java.security.cert.CertPathValidatorException: TrustAnchor for CertPath not found.

Abhilfe schafft ein Hinzufügen der Server-Zertifikate in die Liste der vertrauenswürdigen Zertifikate. Hierzu benötigt man allerdings ein gerootetes Android-Handy.

Im ersten Schritt lädt man die öffentliche Zertifikate des IMAP und SMTP-Servers auf den eigenen Rechner.

Des weiteren benötigt man das Android-SDK und die letzte Version des bcprov-jdk16-NNN.jar.

Das Android-SDK kann man einfach in ein beliebiges Verzeichnis entpacken und sofort nutzen. Die bcprov-jdk16-NNN.jar muss noch installiert werden. In meiner Ubuntu Linux Umgebung musste ich die Datei dazu in das Verzeichnis /usr/lib/jvm/java-6-openjdk/jre/lib/ext/ verschieben.

Dann kann man die beiden Zertifikate in die Liste der vertrauenswürdigen Zertifikate hinzufügen, indem man folgenden Befehl auf dem PC ausführt:

keytool -importcert -keystore cacerts.bks -storetype BKS -provider\
org.bouncycastle.jce.provider.BouncyCastleProvider -storepass changeit -trustcacerts\
-alias YOURSERVER_imap -file imap_certificate.pem

und danach dann selbiges noch einmal für das SMTP Zertifikat:

keytool -importcert -keystore cacerts.bks -storetype BKS -provider\
org.bouncycastle.jce.provider.BouncyCastleProvider -storepass changeit -trustcacerts\
-alias YOURSERVER_smtp -file smtp_certificate.pem

Somit erhält man eine Datei cacerts.bks, die man in das System des Handys einfügen muss.

Im tools Ordner des Android-SDK findet sich eine Datei adb. Diese muss man ausführbar machen und dann probieren, ob das Handy mittels ./adb devices aufgelistet wird. Sollte dies nicht der Fall sein, so ist das Handy entweder nicht gerootet oder das Betriebssystem kann das Handy nicht als USB-Gerät erkennen. In beiden Fällen sollte man sich im Internet belesen, wie man adb für sein Betriebssystem und Handy zum laufen bringt.

Sollte das Handy erkannt werden so kann man die Datei auf das Handy verschieben, nachdem man das Dateisystem schreibbar eingebunden hat. Dazu diesen Befehl verwenden:

./adb shell mount -o remount,rw /dev/block/mtdblock3 /system

, dann die Datei kopieren

./adb push cacerts.bks /system/etc/security/

und das Dateisystem wieder nur lesbar einhängen mit

./adb shell mount -o remount,ro /dev/block/mtdblock3 /system

.

Jetzt kann man das Handy vom PC trennen und die E-Mail-Prozesse töten oder, wenn man nicht weiß, wie man Prozesse beendet, das Handy neustarten. Im Anschluss kann man sowohl im Android-Mail-Programm, als auch in K9-Mail E-Mails von diesem Server empfangen und erhält keine Fehlermeldung mehr.

Zusammenfassung der Befehle

  1. Herunterladen von Android-SDK und der letzten Version des bcprov-jdk16-NNN.jar
  2. Entpacken des Android-SDK
  3. Installation der bcprov-jdk16-NNN.jar Datei mit:
    sudo mv bcprov-jdk16-145.jar /usr/lib/jvm/java-6-openjdk/jre/lib/ext/
  4. Herunterladen der öffentlichen Server-Zertifikate (in meinem Fall mit
    scp mailserver:/etc/ssl/certs/imap_certificate.pem .

    und

    scp mailserver:/etc/ssl/certs/smtp_certificate.pem .

    )

  5. keytool -importcert -keystore cacerts.bks -storetype BKS -provider\
    org.bouncycastle.jce.provider.BouncyCastleProvider -storepass changeit -trustcacerts\
    -alias YOURSERVER_imap -file imap_certificate.pem

    für das IMAP Zertifikat

  6. keytool -importcert -keystore cacerts.bks -storetype BKS -provider\
    org.bouncycastle.jce.provider.BouncyCastleProvider -storepass changeit -trustcacerts\
    -alias YOURSERVER_smtp -file smtp_certificate.pem

    für das SMTP Zertifikat

  7. ./adb shell mount -o remount,rw /dev/block/mtdblock3 /system
  8. ./adb push cacerts.bks /system/etc/security/
  9. ./adb shell mount -o remount,ro /dev/block/mtdblock3 /system
  10. Handy von PC trennen und E-Mail-Prozesse beenden oder Handy neu starten

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Der Spieltrieb und der Wunsch nach aktueller Software hat mal wieder gesiegt und somit entschied ich mich für ein Update meines HTC Hero Handys, auf dem von Werk aus noch Android 1.5 läuft. Vor einer Installation sollte man unbedingt ein Backup mit nandroid erstellen und am Besten auch noch seine Kontakte synchronisieren, SMS sichern, Anwendungsliste mit atrackdog erstellen usw. Nandroid hat nämlich die Eigenschaft, dass es das komplette Betriebssystem speichert, es aber nicht möglich ist, einzelne Komponenten aus dem Backup zu ziehen. Wenn man also ein Custom-ROM in Betracht zieht, sollte man bedenken, dass die Einstellungen auf dem Handy gelöscht werden. Auch hier ist wieder der Hinweis zu beachten, dass bei den folgenden Schritten die Garantie verloren geht und ich keine Haftung für etwaige Schäden übernehme.

Backup erstellen

Wie bereits in meinem Artikel nandroid Backup beschrieben, sollte man vorher unbedingt ein Backup erstellen. Die dabei installierte bzw. geflashte Software ist auch die Grundlage für das Einspielen des Custom-ROMs.

Vorbereitung

Nun sollte man ein passendes ROM für sein Handy herunterladen. Ich entschied mit dabei für VillainROM 5.2 RC, da dieses bereits auf Android 2.1 aufbaut, sehr aktuell ist und nur noch wenige Bugs aufweist. Genaueres zu diesem ROM findet man auch unter folgendem Link:VillainROM Forums. Nachdem man die .ZIP Datei heruntergeladen hat, muss diese umbenannt und auf die SD-Karte des Handys kopiert werden. Ein Entpacken ist nicht notwendig, da das die Software auf dem Handy übernimmt. Auf der SD-Karte muss die Datei dann update.zip heißen.

Installation

Jetzt startet man das Handy im Wiederherstellungsmodus neu, also das Handy herunterfahren und dann die Home-Taste gedrückt halten und dann den Startknopf drücken und dabei weiterhin auf der Home-Taste bleiben, bis das Textmenü erscheint. Für die meisten Custom-ROMs muss man vor der Installation ein wipe durchführen, also ein zurücksetzen des Handys auf Werkseinstellungen. Dazu wählt man in dem Menü den Punkt “wipe data/factory reset”. Im Anschluss daran kann man das Update installieren. Hierzu wählt man “apply sdcard:update.zip” und wartet, bis “Install from sdcard complete.” erscheint.

Booten

Nachdem die Installation erfolgreich abgeschlossen wurde, wählt man “reboot system now” und wartet, bis das Handy vollständig gebootet ist. Dies kann beim ersten Mal einige Zeit in Anspruch nehmen. Jetzt erscheint der Einrichtungsassistent, den man komplett durchlaufen muss. Im Anschluss daran wartet man noch einen Moment, bis auch die Oberfläche des Handys vollständig geladen wurde und startet das Handy neu. Dazu einfach das Handy herunterfahren und dann normal starten. Somit hat man jetzt ein Handy mit Android 2.1 und brauch nicht noch ein halbes Jahr auf das Update von HTC warten.

Kurzfassung

Für die Leute mit wenig Zeit.

  1. Custom-ROM herunterladen VillainROM
  2. Auf SD Karte kopieren und dabei umbenennen cp Villain5.22.zip sd-karte/update.zip
  3. Im Wiederherstellungsmodus booten (Home-Taste gedrückt halten und Startknopf drücken, dabei Home-Taste weiterhin gedrückt halten)
  4. wipe data/factory reset ausführen
  5. apply sdcard:update.zip ausführen
  6. Reboot
  7. Einrichtungsassistent durchlaufen
  8. Reboot

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Flash ist bei 64bit Linux immer wieder ein Problem. Neuerdings gibt es von Adobe einen 64bit Flashplayer, der deutlich besser funktioniert als die 32bit Variante, die in den Paketquellen von Ubuntu zu finden ist. Die 32bit Variante wird auch unter 64bit Betriebssystemen installiert und dann emuliert. Dies kostet Leistung und einige Seiten funktionieren damit auch nicht. Wir werden also als erstes das Paket deinstallieren, dann die 64bit Version herunterladen und installieren. Wir gehen hierbei davon aus, dass ausschließlich das flashplugin-nonfree installiert war und nicht auch die freie Version von Ubuntu, die noch schlechter funktioniert.

sudo aptitude purge flashplugin-nonfree flashplugin-installer
wget http://fpdownload.macromedia.com/get/flashplayer/pdc/
11.1.102.55/install_flash_player_11_linux.x86_64.tar.gz
tar xf install_flash_player_11_linux.x86_64.tar.gz

Jetzt liegt in dem Verzeichnis eine Datei mit dem Namen libflashplayer.so. Diese müssen wir nur noch in das Plugin Verzeichnis von Firefox kopieren und schon sind wir fertig. Selbstverständlich geht dies auch mit anderen Browsern, beispielsweise Opera. Hierzu muss nur der Pfad angepasst werden.

sudo cp libflashplayer.so /usr/lib/firefox-addons/plugins/

Firefox neu starten und freuen.

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Hinweis: Diese Anleitung ist nur bei Ubuntu Linux vor der Version 11.04 notwendig. Ubuntu 11.04 64bit fand den Drucker bereits ohne vorher etwas installiert zu haben.

Nach dem Kauf eines neuen Druckers stand ich vor dem Problem, dass es von Linux aus keine Treiberunterstützung für den Canon Drucker gab. Auf der Herstellerseite gibt es zum Glück Treiber. Mein Plan sieht vor, dass der Drucker ausschließlich über WLAN zu erreichen ist und ich somit keine weiteren Kabel benötige. Auf die Konfiguration der WLAN Funktion wird hier nicht eingegangen, sondern davon ausgegangen, dass dies bereits erfolgt ist.

Installation bei 32bit Linux

Bei einem 32bit Linux (Debian-basierend) ist die Installation kinderleicht. Man lädt den Treiber von folgender Seite: http://software.canon-europe.com/products/0010699.asp, entpackt die Datei und führt die install.sh mit Root Rechten aus. Damit werden dann die Treiber installiert und eine erneute Suche nach Netzwerkdruckern findet den Canon im Netzwerk. Der Treiber erscheint wie gewünscht in der Liste der verfügbaren Treiber.

tar xf cnijfilter-mx860series-3.10-1-i386-deb.tar.gz
cd cnijfilter-mx860series-3.10-1-i386-deb/
sudo ./install.sh

 

Installation bei 64bit Linux

Bei einem 64bit Linux (Debian-basierend) ist die Installation nicht ganz so leicht. Hier benötigt man sowohl das Debian Paket als auch das Source Paket von dieser Seite: http://software.canon-europe.com/products/0010699.asp. In meinem Fall war eine Komplierung des Source Paketes nicht möglich, da im Quelltext Fehler waren. Die Schritte ./autogen.sh und make waren noch erfolgreich aber make install nicht mehr. Daher habe ich das 32bit Debian Paket installiert, indem ich die Architektur erzwungen habe. Danach findet man den Drucker im Netzwerk, nur dass der Treiber nicht in der Liste ist. Also verwendet man den Druckertreiber aus der PPD Datei, die im Source Paket enthalten ist. Diese Konfiguration funktioniert einwandfrei.

  1. Pakete von der Canon Seite herunterladen (Source und .deb Datei)
  2. Konsole öffnen und in das Verzeichnis wechseln, in dem die Pakete der Canon Seite liegen
    cd download_verzeichnis
  3. Debian Paket entpacken
    tar xf cnijfilter-mx860series-3.10-1-i386-deb.tar.gz 
  4. Source Paket entpacken
    tar xf cnijfilter-source-3.10-1.tar.gz 
  5. in das Verzeichnis des Debian Paketes wechseln
    cd cnijfilter-mx860series-3.10-1-i386-deb/packages/ 
  6. allgemeine Treiber installieren
    sudo dpkg --force-architecture -i cnijfilter-common_3.10-1_i386.deb 
  7. Treiber für den MX860 installieren
    sudo dpkg --force-architecture -i cnijfilter-mx860series_3.10-1_i386.deb 
  8. jetzt findet man den Drucker im Netzwerk und kann ihn hinzufügen, man benötigt allerdings hierbei noch die PPD Datei, die im Source Paket im Unterordner ppd zu finden ist

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Ein nützliches Programm, um sein Ubuntu Linux ein wenig zu “pimpen” ist Avant Window Navigator. Dieses ähnelt der Dockleiste von Mac OS und kann die Shortcuts zu Anwendungen ersetzten.

Da in der aktuellen Ubuntu Version (9.10 Karmic) erst die Version 0.2.4 enthalten ist und diese einige Fehler enthält muss das Repository des Entwicklers verwendet werden. Dazu fügt man die folgenden Zeilen der /etc/apt/sources.list hinzu.

deb http://ppa.launchpad.net/awn-testing/ubuntu karmic main
deb-src http://ppa.launchpad.net/awn-testing/ubuntu karmic main

Danach das übliche updaten und schon kann installiert werden.

sudo aptitude update
sudo aptitude install avant-window-navigator-trunk awn-extras-applets-trunk

Das Paket awn-extras-applets-trunk bringt ein paar zusätzliche Anwendungen mit, die man in die Leiste einfügen kann. Wer das Panel noch individualisieren möchte, kann sich andere Themes herunterladen und installieren. Hier http://www.gnome-look.org findet man beispielsweise einige gute. Die Anwendungen lassen sich jetzt einfach per Drag-and-Drop in die Leiste ziehen. Die Reihenfolge der Anwendungen bestimmt man in den Einstellungen unter dem Punkt “Launchers”. Wichtig ist der Haken in “Automatically start AWN on login.”, damit AWN jedes mal geladen wird, wenn man sich angemeldet hat.

Sollten nach der Benutzeranmeldung plötzlich die Verknüpfungen fehlen, dann liegt dies vermutlich daran, dass eine alte Version von Avant Window Navigator installiert ist, denn hier kommt es häufig dazu, dass Verknüpfungen als ungültig deklariert werden und somit nicht mehr in der Leiste erscheinen. Die einzige Lösung ist, die aktuelle Version zu installieren. Ich empfehle die untere Leiste von Gnome zu entfernen, damit das Panel den gesamten Platz einnehmen kann und sich nichts überschneidet.

Fertig sieht das dann wie folgt aus: awn_final

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