Archiv für die Kategorie: “Latex”

Für die Erstellung meiner Masterarbeit habe ich mich entschieden, für das Abkürzungsverzeichnis das Paket “acronym” zu verwenden und nicht wie bisher “nomencl”. Gründe dafür waren die einfachere Bedienbarkeit und eine effektivere Deklarierung und Verwendung.

Eingebunden wird das Paket mit dem folgenden Befehl, wobei die Option “printonlyused” besagt, dass ausschließlich Abkürzungen, die im Text verwendet werden, auch im Abkürzungsverzeichnis erscheinen.

\usepackage[printonlyused]{acronym}

Das Abkürzungsverzeichnis wird dann so erstellt:

% Kapiteldefinition ohne Nummerierung
\chapter*{Abkürzungsverzeichnis}
 % Abkürzungsverzeichnis soll im Inhaltsverzeichnis erscheinen
\addcontentsline{toc}{chapter}{Abkürzungsverzeichnis} 
\begin{acronym}
% Format der Abkürzungsdefinition: \acro{}[]{}
% {Verweis}[Abkürzung]{ausgeschriebene Abkürzung}
\acro{umts}[UMTS]{Universal Mobile Telecommunications System} 
\acro{aci}[ACI]{Access Integrator}
\acro{udp}[UDP]{User Datagram Protocol}
\acro{ajax}[AJAX]{Asynchronous JavaScript and XML}
\acro{adsl}[ADSL]{Asymmetric Digital Subscriber Line}
\end{acronym}

Im Text verwendet man die Abkürzung dann in der Form

\ac{udp}

, worauf bei der ersten Verwendung die ausgeschriebene Abkürzung und das Kürzel in Klammern im Dokument erscheint. Bei jeder weiteren Verwendung wird dann nur das Kürzel ausgegeben.

Nun aber zum eigentlich Problem: Wenn man bei der Erstellung des Abkürzungsverzeichnisses nicht darauf achtet, die Einträge bereits in der korrekten alphabetischen Reihenfolge einzutragen, wird man sich am Ende, wie ich, ärgern, dass das Paket “acronym” die Einträge nicht sortieren kann. Auch eine längere Recherche ergab, dass man die Einträge selbst sortieren muss. Wer allerdings Linux als Betriebssystem nutzt, vermeidet in der Regel monotone und stumpfsinnige Arbeiten und schreibt sich lieber ein Script, dass die Aufgabe übernimmt. Dies ist hier noch nicht einmal notwendig, da der Linux Befehl “sort” alle nötigen Funktionen mitbringt. Ich habe dazu alle Abkürzungen in die Datei “abkuerzungen_master.tex” kopiert.

\acro{umts}[UMTS]{Universal Mobile Telecommunications System} 
\acro{aci}[ACI]{Access Integrator}
\acro{udp}[UDP]{User Datagram Protocol}
\acro{ajax}[AJAX]{Asynchronous JavaScript and XML}
\acro{adsl}[ADSL]{Asymmetric Digital Subscriber Line}

Und dann mit dem Befehl Befehl unten die Einträge sortieren und in eine neue Datei ausgeben lassen.

sort abkuerzungen_master.tex -o abkuerzungen_sortiert.tex

In der Datei “abkuerzungen_sortiert.tex” stehen die Einträge in der korrekten Reihefolge und das Abkürzungsverzeichnis erscheint, wie gewünscht, alphabetisch sortiert.

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Nach einem Upgrade auf die Version 10.04 (lucid) von Ubuntu fiel beim Erstellen eines LaTeX Dokumentes auf, dass das Paket floatflt in dieser Version von Ubuntu nicht mehr vorhanden ist. Sehr ärgerlich, wer dieses Paket benutzen will.

Abhilfe schafft ein nachträgliches installieren über cpan. Dazu müssen ein Terminal geöffnet, root Rechte erlangt und dann folgende Befehle ausgeführt werden.

mkdir -p /usr/share/texmf-texlive/tex/latex/floatflt
cd /usr/share/texmf-texlive/tex/latex/floatflt
rm -r /usr/share/texmf-texlive/tex/latex/floatflt/*
wget http://mirror.ctan.org/macros/latex/contrib/floatflt/floatflt.ins
wget http://mirror.ctan.org/macros/latex/contrib/floatflt/floatflt.dtx
latex floatflt.ins
texhash /usr/share/texmf-texlive

Nach Ausführen dieser Befehle kann man floatflt wieder verwenden.

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Das Standardverhalten von Latex bei Fußnoten ist, dass die Zählung mit jedem neuen Kapitel (chapter) von vorne beginnt. Für wissenschaftliche Arbeiten ist dieses Verhalten von Nachteil, da hier eine durchgehende Nummerierung besser geeignet ist. Das Paket chngcntr bietet diese Möglichkeit. Im Quelltext sieht das wie folgt aus:

\usepackage chngcntr
\counterwithout{footnote}{chapter}

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Üblicherweise positioniert Latex Bilder in Dokumenten in einer eigenen Zeile und lässt erst nach dem Bild wieder Text zu. Dieses Verhalten stört allerdings, wenn man ein Bild nur zur Auflockerung oder Verdeutlichung verwenden möchte. Das Paket wrapfig bietet diese Möglichkeit.

\usepackage{wrapfig} % Paket zur Positionierung einbinden
\usepackage{graphicx} % Paket zur Verwendung von .jpg Bildern

\begin{wrapfigure}{l}{8cm} % l = Bild wird linksbündig positioniert, möglich ist auch r für rechtsbündig
% 8cm ist der Abstand von links, der für das Bild freigehalten wird, rechts davon kann Text stehen

\centering
\includegraphics[100px]{pic1.jpg}
\end{wrapfigure}
Hier kommt der Text, der dann rechts vom Bild stehen wird. Unter dem Bild wird dann wieder die gesamte Zeilenbreite verwendet.

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Leider kommt es beim Kompilieren eines Latex-Dokumentes häufig vor, dass ein Bild an einer anderen Stelle anzeigt wird, als man erwartet. Je nach übergebenem Wert der Position zum Beispiel auf der nächsten Seite oben oder erst in der nächsten Section.

Dies kann man ändern, indem man mit “H” die Position an dieser Stelle erzwingt.

Im Quelltext sieht das Ganze so aus:

\documentclass[a4paper,10pt]{scrreprt}
\usepackage{graphicx} % lädt das Paket zur Verwendung von Grafiken
\usepackage{float} % lädt das Paket zur Verwendung von zusätzlichen Positionsbefehlen

\begin{document}
ein wenig Text
\begin{figure}[H] % Festlegung der Grafikposition auf HERE, also erzwungene Position
\includegraphics[width=200px]{bild.png}
\end{figure}
noch mehr Text
\end{document}

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