Archiv für September 2009

Flash ist bei 64bit Linux immer wieder ein Problem. Neuerdings gibt es von Adobe einen 64bit Flashplayer, der deutlich besser funktioniert als die 32bit Variante, die in den Paketquellen von Ubuntu zu finden ist. Die 32bit Variante wird auch unter 64bit Betriebssystemen installiert und dann emuliert. Dies kostet Leistung und einige Seiten funktionieren damit auch nicht. Wir werden also als erstes das Paket deinstallieren, dann die 64bit Version herunterladen und installieren. Wir gehen hierbei davon aus, dass ausschließlich das flashplugin-nonfree installiert war und nicht auch die freie Version von Ubuntu, die noch schlechter funktioniert.

sudo aptitude purge flashplugin-nonfree flashplugin-installer
wget http://fpdownload.macromedia.com/get/flashplayer/pdc/
11.1.102.55/install_flash_player_11_linux.x86_64.tar.gz
tar xf install_flash_player_11_linux.x86_64.tar.gz

Jetzt liegt in dem Verzeichnis eine Datei mit dem Namen libflashplayer.so. Diese müssen wir nur noch in das Plugin Verzeichnis von Firefox kopieren und schon sind wir fertig. Selbstverständlich geht dies auch mit anderen Browsern, beispielsweise Opera. Hierzu muss nur der Pfad angepasst werden.

sudo cp libflashplayer.so /usr/lib/firefox-addons/plugins/

Firefox neu starten und freuen.

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Hinweis: Diese Anleitung ist nur bei Ubuntu Linux vor der Version 11.04 notwendig. Ubuntu 11.04 64bit fand den Drucker bereits ohne vorher etwas installiert zu haben.

Nach dem Kauf eines neuen Druckers stand ich vor dem Problem, dass es von Linux aus keine Treiberunterstützung für den Canon Drucker gab. Auf der Herstellerseite gibt es zum Glück Treiber. Mein Plan sieht vor, dass der Drucker ausschließlich über WLAN zu erreichen ist und ich somit keine weiteren Kabel benötige. Auf die Konfiguration der WLAN Funktion wird hier nicht eingegangen, sondern davon ausgegangen, dass dies bereits erfolgt ist.

Installation bei 32bit Linux

Bei einem 32bit Linux (Debian-basierend) ist die Installation kinderleicht. Man lädt den Treiber von folgender Seite: http://software.canon-europe.com/products/0010699.asp, entpackt die Datei und führt die install.sh mit Root Rechten aus. Damit werden dann die Treiber installiert und eine erneute Suche nach Netzwerkdruckern findet den Canon im Netzwerk. Der Treiber erscheint wie gewünscht in der Liste der verfügbaren Treiber.

tar xf cnijfilter-mx860series-3.10-1-i386-deb.tar.gz
cd cnijfilter-mx860series-3.10-1-i386-deb/
sudo ./install.sh

 

Installation bei 64bit Linux

Bei einem 64bit Linux (Debian-basierend) ist die Installation nicht ganz so leicht. Hier benötigt man sowohl das Debian Paket als auch das Source Paket von dieser Seite: http://software.canon-europe.com/products/0010699.asp. In meinem Fall war eine Komplierung des Source Paketes nicht möglich, da im Quelltext Fehler waren. Die Schritte ./autogen.sh und make waren noch erfolgreich aber make install nicht mehr. Daher habe ich das 32bit Debian Paket installiert, indem ich die Architektur erzwungen habe. Danach findet man den Drucker im Netzwerk, nur dass der Treiber nicht in der Liste ist. Also verwendet man den Druckertreiber aus der PPD Datei, die im Source Paket enthalten ist. Diese Konfiguration funktioniert einwandfrei.

  1. Pakete von der Canon Seite herunterladen (Source und .deb Datei)
  2. Konsole öffnen und in das Verzeichnis wechseln, in dem die Pakete der Canon Seite liegen
    cd download_verzeichnis
  3. Debian Paket entpacken
    tar xf cnijfilter-mx860series-3.10-1-i386-deb.tar.gz 
  4. Source Paket entpacken
    tar xf cnijfilter-source-3.10-1.tar.gz 
  5. in das Verzeichnis des Debian Paketes wechseln
    cd cnijfilter-mx860series-3.10-1-i386-deb/packages/ 
  6. allgemeine Treiber installieren
    sudo dpkg --force-architecture -i cnijfilter-common_3.10-1_i386.deb 
  7. Treiber für den MX860 installieren
    sudo dpkg --force-architecture -i cnijfilter-mx860series_3.10-1_i386.deb 
  8. jetzt findet man den Drucker im Netzwerk und kann ihn hinzufügen, man benötigt allerdings hierbei noch die PPD Datei, die im Source Paket im Unterordner ppd zu finden ist

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Ein nützliches Programm, um sein Ubuntu Linux ein wenig zu “pimpen” ist Avant Window Navigator. Dieses ähnelt der Dockleiste von Mac OS und kann die Shortcuts zu Anwendungen ersetzten.

Da in der aktuellen Ubuntu Version (9.10 Karmic) erst die Version 0.2.4 enthalten ist und diese einige Fehler enthält muss das Repository des Entwicklers verwendet werden. Dazu fügt man die folgenden Zeilen der /etc/apt/sources.list hinzu.

deb http://ppa.launchpad.net/awn-testing/ubuntu karmic main
deb-src http://ppa.launchpad.net/awn-testing/ubuntu karmic main

Danach das übliche updaten und schon kann installiert werden.

sudo aptitude update
sudo aptitude install avant-window-navigator-trunk awn-extras-applets-trunk

Das Paket awn-extras-applets-trunk bringt ein paar zusätzliche Anwendungen mit, die man in die Leiste einfügen kann. Wer das Panel noch individualisieren möchte, kann sich andere Themes herunterladen und installieren. Hier http://www.gnome-look.org findet man beispielsweise einige gute. Die Anwendungen lassen sich jetzt einfach per Drag-and-Drop in die Leiste ziehen. Die Reihenfolge der Anwendungen bestimmt man in den Einstellungen unter dem Punkt “Launchers”. Wichtig ist der Haken in “Automatically start AWN on login.”, damit AWN jedes mal geladen wird, wenn man sich angemeldet hat.

Sollten nach der Benutzeranmeldung plötzlich die Verknüpfungen fehlen, dann liegt dies vermutlich daran, dass eine alte Version von Avant Window Navigator installiert ist, denn hier kommt es häufig dazu, dass Verknüpfungen als ungültig deklariert werden und somit nicht mehr in der Leiste erscheinen. Die einzige Lösung ist, die aktuelle Version zu installieren. Ich empfehle die untere Leiste von Gnome zu entfernen, damit das Panel den gesamten Platz einnehmen kann und sich nichts überschneidet.

Fertig sieht das dann wie folgt aus: awn_final

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